Grüner Machtrausch kennt keine Grenzen

Die grüne Ständeratskandidatin des Kantons Bern hatte im ersten Wahlgang vom Oktober weniger Stimmen gemacht als der SP-Kandidat. Abgemacht zwischen SP und Grünen war, dass sich vom zweiten Wahlgang zurückzieht, wer im ersten unterliegt. Doch die Grünen brachen die Abmachung. Ihre Kandidatin trat auch in der zweiten Runde. Das Ergebnis: Sie verlor deutlich gegen den SP-Kandidaten.
Im Baselbiet galt für die SP die gleiche Abmachung mit den Grünen. Darum zog sich Eric Nussbaumer zurück, nachdem er gegen Maya Graf mit 467 Stimmen Rückstand unterlegen war. Die Grünen jedoch hatten es offengelassen, ob sie verzichten würden, wenn der SP-Kandidat gewinnen sollte. Das Verhalten der Grünen im Kanton Bern legt den Schluss nahe: Wäre Graf im ersten Wahlgang mit ein paar hundert Stimmen gegen Nussbaumer unterlegen, wäre sie auch im zweiten Wahlgang angetreten; wenn nötig auch gegen den SP-Kandidaten. Die Grünen hätten es also darauf ankommen lassen und das Risiko auf sich genommen, den links-grünen Sitz zu verlieren.
Die Grünen kennen offenbar derzeit keine Grenzen in ihrem Machtrausch. Sie scheuen auch die Konfrontation mit der SP nicht. Im Kanton Bern sind die Genossen gar nicht gut zu sprechen auf die Grünen. Und im Baselbiet machen sie gute Miene zum bösen Spiel der Grünen. Die Antwort aus dem Baselbiet auf die enthemmte Machtarroganz der Grünen ist die Wahl von Daniela Schneeberger in den Ständerat.

Andi Trüssel Land- und Gemeinderat SVP